Klima(un)gerechtigkeit aus rassismuskritischer Perspektive

Klima(un)gerechtigkeit aus rassismuskritischer Perspektive

Der Begriff Klimagerechtigkeit wird von der mehrheitlichen weißen Klimabewegung im globalen Norden vereinnahmt. Dabei fehlt meist der Bezug auf die Urheber:innenschaft des Konzepts sowie deren Inhalte und Forderungen, die seit Beginn vor allem koloniale Kontinuitäten der Ausbeutung

von Menschen und der sogenannten Natur zentrieren.Im Vortrag wird aufgezeigt, wie Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus zusammenhängen und was eine Klimagerechtigkeitsperspektive beinhalten muss.

Rechte, rassistische & antisemitische Anschläge: Gemeinsame Kämpfe von Betroffenen & antifaschistischer Bewegung

Rechte, rassistische & antisemitische Anschläge: Gemeinsame Kämpfe von Betroffenen & antifaschistischer Bewegung

Corinna Tartarotti – München, 1984

Enver Şimşek– Nürnberg, 2000

Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ – München, 2016

Genannt sind hier die Ermordeten dreier Anschläge in Bayern bei denen die antifaschistische Bewegung aktiv mit  Hinterbliebenen für Aufklärung und Erinnerung kämpft oder intensiv Kontakt gesucht hat. Bundesweit gibt es etliche Beispiele für erfolgreiche und gemeinsame Kämpfe in Form von Initiativen, Kampagnen und Veranstaltungen. Der Input geht ganz praxisorientiert den Fragen nach:

Was sind zentrale Erfahrungswerte aus der aktuellen politischen Arbeit zu rechten, rassistischen und antisemitischen Anschlägen?

Welche Berührungspunkte und Distanzen kann es zwischen antifaschistischer Bewegung und direkt Betroffenen bzw. betroffenen Communities geben?

Wie können wir Ängste überwinden und platte Symbolpolitik verhindern?

Revolutinäre Queerpolitik – Eine Einführung

Revolutinäre Queerpolitik – Eine Einführung

Queerpolitik ist heute liberal dominiert: Es geht um Anerkennung als Minderheit, statt Systemsturz werden Sprachreform und andere Formen der Anerkennungspolitik propagiert. Doch kann es queere Befreiung im Patriarchat geben? Ist Queerness ein angeborenes Merkmal einer Minderheit, oder doch eine universelle Erfahrung? Und wie kann eine politische Strategie aussehen, die auf Befreiung statt Assimilation setzt? In einem Vortrag mit Diskussion will die Queere Befreiungsfront [Aufbauorganisation] aus Köln aus materialistisch-feministischer Perspektive eine Kritik des Mainstreams der Queerbewegung formulieren und einen Einblick in ihren Gegenvorschlag, die Perspektive der revolutionären Queerpolitik, geben.

Zum Fortleben sexueller Gewalt in aufgeklärten und linken Kreisen

Zum Fortleben sexueller Gewalt in aufgeklärten und linken Kreisen

Das Erleben von Mitgliedern linker Szenen ist stark geschlechtlich getrennt: während sich Männer frei heraus um wichtige politische Anliegen, Demos, Aktionen und Strategien kümmern können, befinden sich viele linke Frauen und Queers in einem ständigen Beziehungskampf um Anerkennung, begehbare Räumlichkeiten und um ein soziales Netzwerk, in dem sie sich einfach nur sicher aufhalten können.

Der Widerspruch zwischen antisexistischem Selbstbild und sexistischer Lebenspraxis liegt auch an der massiven Unterschätzung der Tiefe, mit der sich sexistische Gesellschaftsstrukturen in Denken, Fühlen und Handeln von uns allen eingraben. Auch eine weitgehende Unaufgeklärtheit über psychologische Grundlagen stellt ein Hindernis dar, um von progressiver Selbstinszenierung zu einem Handeln fortzuschreiten, das sexistische Normalitäten wirklich transformieren kann.