Eine Absage und eine Ankündigung

Eine Absage und eine Ankündigung

Ihr werdet es euch vermutlich schon gedacht haben: aus naheliegenden Gründen gibt es dieses Jahr keinen Antifaschistischen Kongress in Bayern, da nicht voraussehbar ist, welche Bedingungen wir im Herbst und Winter vorfinden werden.
Für nächstes Jahr haben wir uns dafür etwas besonderes ausgedacht, lasst euch überraschen!
Mehr erfahrt ihr in Bälde.

Schön war’s. Auch dieses Jahr haben über drei Tage hinweg mehr als 600 Teilnehmer*innen beim Antifaschistischen Kongress diskutiert, gestritten und Bündnisse geschmiedet. Gemeinsam haben wir uns gegen die armseligen Nazis vor der Tür gestellt, den Opfern des rechten, rassistischen und antisemitischen Terrors gedacht und uns ausgetauscht, wie wir uns selbst schützen, die Nazis entwaffnen und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Ausgrenzung schaffen können – eine Gesellschaft der Solidarität.
Wir sind immer noch überwältigt von der Unterstützung, die wir als Antifaschistischer Kongress erfahren haben. Von denen, die mehrere Tage vor dem Gewerkschaftshaus eine Kundgebung in Solidarität und zum Schutz des Kongresses aufgestellt haben. Von denen, die sich den Nazis vor der Tür entgegen stellen, monatelang planen, vorbereiten, aufbauen und am Ende sauber machen. Von denen, die kluge Analysen referieren, streiten, diskutieren und Fragen stellen. Von denen, die für Hunderte kochen, übersetzen, Kinder betreuen oder Arbeit im Awareness-Team übernehmen. Der Antifaschistische Kongress war und ist ein Kongress von der antifaschistischen Bewegung für die antifaschistische Bewegung – in all ihren Facetten und in ihrer Breite.
Wir sehen uns auf der Straße gegen Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus, gegen Nazis und andere Feinde von Selbstbestimmung und Solidarität – vielleicht schon dieses Wochenende in Wunsiedel. Wir sehen uns überall dort, wo solidarisches Handeln die Rechten zurückdrängt. Und vielleicht sehen wir uns auch wieder auf dem Antifaschistischen Kongress! Danke euch allen!

Wir haben auch dieses Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm aus praktischen Workshops, spannenden Diskussionsveranstaltungen und interessanten Vorträgen zusammengestellt. Unter Programm findet ihr die Infos zu allen Veranstaltungen.
Vom 8. bis zum 10. November gibt es in DGB-Haus und Kafe Marat bei Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Parties Gelegenheit zu Austausch, Debatte und Vernetzung von und für die antifaschistische Bewegung in Bayern und darüber hinaus.
Dieses Jahr geht es unter anderem um digitale Strategien gegen rechte Hetze im Netz, die rechte Musikszene, Burschenschaften, aktuelle feministische Kämpfe, NSU 2.0 und Hannibal und vieles mehr. Außerdem wird diesmal ein starker Fokus auf die Situation in anderen Ländern gelegt. Natürlich werden wieder einige praktische Workshops auf dem Programm stehen.
Teilnehmen: Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Das Kombiticket für alle Tage gibt es für 10-15 € (Party am Samstag inklusive). Wenn ihr nur am Samstag teilnehmen wollt, macht das 5-10 € (inkl Party am Samstag); an den anderen Tagen freuen wir uns über eine kleine Spende. Falls ihr gar keine Kohle habt, sprecht uns am Infopoint/Einlass an. Daran soll’s nicht scheitern.
Schlafplatzbörse: Falls ihr und eure Freund_innen einen Platz zum Übernachten sucht oder einen anbieten könnt, schreibt uns doch bitte eine Mail mit der Anzahl der Personen an pennplatzmuc@riseup.net. Sendet uns bitte keine Klarnamen. Es reicht die Anzahl der Personen. Kommt am Kongress zum Infopoint, ihr erhaltet dort weitere Infos. Falls ihr besondere Ansprüche an euren Schlafplatz habt, lasst es uns einfach wissen.
Kinderbetreuung: Es gibt am Samstag eine begrenzte Anzahl von Plätzen in der Kinderbetreuung. Bitte schreibt uns an antifakongress2019@riseup.net
Presse: Die Anmeldung für Journalist_innen, die vom Kongress berichten wollen, läuft über antifakongress2019@riseup.net
Eine gute Gewohnheit: Auch 2019 gibt es wieder den Antifaschistischen Kongress Bayern. Was vor zehn Jahren als bayernweites Antifa-Jugendcamp begann, findet dieses Jahr vom 8. bis zum 10. November in München statt.
Auch dieses Jahr gibt es bei Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Parties Gelegenheit zu Austausch, Debatte und Vernetzung von und für die antifaschistische Bewegung in Bayern und darüber hinaus. Kommt alle vorbei! Wir freuen uns auf euch!

(Saskia Anders, Jerome Trebing, Regina Wamper)
Der Einzug der AfD in den bayrischen Landtag ist Ausdruck einer weitreichenden Veränderung, die oft als „Rechtsruck“ bezeichnet wird. Damit ist die derzeitige Durchsetzungskraft rechter Akteure und ihrer Themen gemeint, die sich in rechter, diskursiver Hegemonie und einer autoritären Formierung von Staat und Gesellschaft äußert: Die AfD ist als Antreiber dieser Entwicklung eigentlich nicht mehr nötig. Autoritäre und repressive politische Antworten auf soziale Fragestellungen werden auch gegen intensiven Protest (#nopag, #ausgehetzt, #jetztgilts) durchgesetzt. Wie hängt dies mit dem Erstarken einer sozialen Bewegung von rechts zusammen? Freital, Clausnitz, Bautzen, aber auch Chemnitz und Köthen offenbaren eine kontinuierliche rechte Mobilisierungsfähigkeit. Diese Ereignisse befeuern alltägliche rechte Gewalt und bilden die Grundlage für die Entstehung rechtsterroristischer Strukturen. Was braut sich da unter der vagen Bezeichnung „Rechtsruck“ zusammen? Ist die rechte Regierung in Österreich ein Blick in unsere Zukunft? Was können wir gegen diese Entwicklungen unternehmen?
Mit Saskia Anders (Münchner Soziologin), Jerome Trebing (@MenschMerz aus Wien) und Regina Wamper (DISS) auf dem Podium wollen wir diese und andere Fragen gemeinsam diskutieren.
Freitag, 2.11. um 19 Uhr (DGB-Haus)
Das ganze Programm findet ihr hier.
Unter Programm 2018 findet ihr die Ankündigungstexte und Infos zu den Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussionen, dem Zeitzeuginnengespräch, der Stadtführung, der Gedenkveranstaltung, zu Party und Kulturteil. Neu im Programm ist ein Vortrag von Regina Wamper zu Geschlechterpolitik und der extremen Rechten.
Eine Programmübersicht für den Antifaschistischen Kongress Bayern 2018:
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Ab 20:00 (Kafe Marat)
21:00-22:30 (Kafe Marat)
Ab 22:30 (Kafe Marat)
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14:00-18:00 (Am Stadtmuseum)
19:00-21:30 (DGB-Haus)
Ab 22:00 (Kafe Marat)
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Ab 9:00 (DGB-Haus)
10:00-11:30 (DGB-Haus)
12:00-13:00 (DGB-Haus)
13:00-14:30 (DGB-Haus)
15:00-16:30 (DGB-Haus)
17:00-18:30 (DGB-Haus)
18:30-20:00 (DGB-Haus)
20:00-22:00 (DGB-Haus)
Ab 22:00 (Kafe Marat)
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Ab 9:00 (Kafe Marat)
10:00-11:30 (Kafe Marat)
Ab 13:00 (Gedenkstätte Dachau)
In weniger als einem Monat ist es soweit. Vom 1. bis zum 4. November erwarten euch zahlreiche Workshops, Vorträge und einiges mehr. Das komplette Programm enthüllen wir in den nächsten Tagen. Bis dahin versorgen wir euch noch mit einigen Infos:
Teilnehmen: Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Das Kombiticket für alle Tage gibt es für 10-15 € (Party am Samstag inklusive). Wenn ihr nur am Samstag teilnehmen wollt, macht das 5-10 € (inkl Party am Samstag); an den anderen Tagen freuen wir uns über eine kleine Spende.
Schlafplatzbörse: Falls ihr und eure Freund_innen einen Platz zum Übernachten sucht oder einen anbieten könnt, schreibt uns doch bitte eine Mail mit der Anzahl der Personen an teilnahmeantifakongress@riseup.net. Sendet uns bitte keine Klarnamen. Es reicht die Anzahl der Personen. Kommt am Kongress zum Infopoint, ihr erhaltet dort weitere Infos. Falls ihr besondere Ansprüche an euren Schlafplatz habt, lasst es uns einfach wissen.
Kinderbetreuung: Es gibt am Samstag eine begrenzte Anzahl von Plätzen in der Kinderbetreuung. Bitte schreibt uns an teilnahmeantifakongress@riseup.net .
Presse: Die Anmeldung für Journalist_innen, die vom Kongress berichten wollen, läuft über antifakongress2018@riseup.net
Einlassvorbehalt: Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.