Die islamistische Rechte in Deutschland. Strukturen, Strategien & Ideologie.

Mit ihrem antidemokratischen, völkischen Nationalismus stellt die Alternative für Deutschland in der Bundesrepublik heute die größte Herausforderung für die antifaschistische Linke seit Jahrzehnten dar. Insbesondere ihre rassistische „Remigrations“-Politik ist eine konkrete Bedrohung für Millionen Menschen im Land.

Aber diese dominante Form des neu erwachten völkischen Nationalismus ist nur eine Spielart rechter Ideologien in der postmigrantischen Gesellschaft. Ein Spiegelbild findet der völkische Nationalismus in der islamistischen Rechten: Einer ideologischen und organisatorischen Formation aus Bewegungen, Organisationen und Verbänden, die mithilfe einer Neuinterpretation des Islams eine reaktionäre, antifeministischte, autoritäre, antipluralistische Ideologie propagiert, ohne das Kapitalverhältnis dabei in Frage zu stellen.

Zur islamistischen Rechten in Deutschland gehören neben der Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe), die großen islamischen Dachverbände DİTİB, IGMG und Zentralrat der Muslime in Deutschland. Alle kooperien untereinander seit Jahren in einer immer engeren Vernetzung. Im Januar 2024 gründeten führende Vertreter*innen der islamistischen Rechten erstmals eine gemeinsame politische Partei. Die „Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch“ (DAVA) soll zu den diesjährigen Europawahlen antreten.

Gemeinsam wollen wir in einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen die Ideologie, Strukturen und Strategien der islamistischen Rechten in Deutschland besprechen und die Frage stellen, welche antifaschistischen Perspektiven in der postmigrantischen Gesellschaft nötig sind.

Zeitfenster der Veranstaltung (1)

Raum 1
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Antifakongress Bayern