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Raum 2
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Moritz Zeiler
Demoverbote, Polizeigewalt, Ermittlungsverfahren – staatliche Gewalt und Repression produzieren bei nicht wenigen Antifaschist*innen Distanz und Kritik gegenüber staatlichen Institutionen. Andere Antifaschist*innen zeigen wiederum Vertrauen in den Staat, wenn das Verbot der AfD oder anderer Organisationen gefordert wird. Gedenkstättten und staatliche Bildungsprogramme gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus bieten wiederum Jobperspektiven und Fördermöglichkeiten. Was folgt daraus für antifaschistisches Engagement? Was ist die Rolle des Staates aus antifaschistischer Sicht? Freund und Helfer? Gegner? Bündnispartner gegen einen drohenden Faschismus? In der Linken gehen die Interpretationen über den Staat weit auseinander: Für die einen ist er der Garant des Allgemeinwohls, anderen gilt er als das Instrument der kapitalistischen Klassenherrschaft und wieder andere sehen in ihm das Terrain sozialer Kämpfe. Mit dem Workshop wird eine Einführung in die verschiedenen Ansätze marxistischer Staatstheorie geboten. Ausserdem wird diskutiert, dass die Linke kein Monopol auf die Kritik des Bürgerlichen Staates besitzt. Angriffe auf bürgerliche Rechte und parlamentarische Demokratie aus konservativen bis faschistischen Kreisen sind keine reinen Krisenphänomene, sondern stellen die Linke permanent vor Herausforderungen.
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